Grundriß Internat

Zu Internatsschulzeiten beschränkten sich meine konkrettopographischen Gebäudekenntnisse - rahmenbedingt - nahezu ausschließlich auf 'meinen' Oberstufenflügel. Interesse an und Ortskenntnis in den anderen Internatsbereichen entwickelte ich erst während des letzten Sommers vor dem großen Brand im Zuge einiger Ruinenerkundungen, deren photographische Bestandsaufnahmen schließlich zur Idee eines kompletten Internatsgrundrisses führten.

Raumnutzungen und -belegungen beziehen sich auf den Zustand im Jahr der Internatsschließung, 1988.

Damit ich eigene Irrtümer minimieren und (für mich) neue Erkenntnisse miteinfließen lassen kann, bitte ich die werte Ehemaligenschaft höflichst um sachdienliche Hinweise, Ergänzungen, Korrekturen und / oder Anregungen zum Thema:

smings@t-online.de

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Übersicht Erdgeschoß

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Krankenstation & Wohnung Lisson

Krankenstation & Wohnung Lisson waren die von mir am wenigsten erforschten Internatsbereiche, weshalb auch mein zugehöriges Photomaterial nur bedingt aufschlußreich ist und die Zahl der Fragezeichen groß war. Daß trotzdem weitestgehend aufklärendes Licht ins zu Ruinenzeiten buchstäbliche Dunkel jener Abteilungen gebracht werden konnte, verdanke ich bzw. verdanken wir Herrn Christian Wolff, einem großen Wertschätzer des Gebäudes, der sich deutlich besser im Bereich auskennt als ich, meinen ursprünglichen Grundriß des Traktes überarbeitete und aus erster Quelle weitere Informationen zur ehemaligen Nutzung der Räumlichkeiten erhielt. ... Diese stehen allerdings im partiellen Widerspruch zur Erinnerung eines langjährigen Bewohners der Obergeschoßwohnung direkt darüber, welche besagt, daß die Lissons lediglich eine kleinere Wohnung (an die Krankenstation grenzend) bewohnten und dahinter Frau Weber ihre Privaträume hatte. 

 

Anmerkungen & Fragen:

Die 'versteckte' Kellertreppe links neben dem Haupteingang führte u.a. zu der Räumlichkeit, die bis zu ihrer Schließung ca. 1976 als "Teestube" bekannt war und den Schülern als 'Entspannungsoase' während der Freistunden diente.

Welche Funktionen hatten die beiden Räume links und rechts an der Haupteingangstüre? ... Als 'stumme Zeugen' der Ruinenjahre machten sie auf mich folgenden Eindruck: Der linke Raum war im Stile eines altmodischen Wohnzimmers tapeziert und barg u.a. einen Kühlschrank (der allerdings auch erst nach der Schließung hierher 'gewandert' sein kann), weshalb er wie ein ehem. Wohnraum wirkte. Ob er evtl. dem Lehrer- / Erzieherehepaar Ahlvers (Hanse) zuzuordnen ist? Der rechte Raum erschien wie eine Art Bastelstube, was er zumindest 1979-83 gewesen sein muß, als Schüler dort unter fachkundiger Leitung des Sportlehrers Walter Petersen ihre eigenen Surfbretter herstellen konnten.

Etwas irritiert bin ich nach wie vor von den Zuordnungen Jungen / Mädchen in der Krankenstation: Während die beiden Jungen-Zimmer vom einen Mädchenzimmer durch eine Türe im Flur getrennt waren, sind Bäder / WCs uneinheitlich verteilt bzw. lassen sich nicht in Bezug auf die Trenntür definieren. Offenbar war das Mädchen-Bad zweigeteilt. .. Wozu dann also die Trenntür?

Welche Funktion hatte der hier mit "Bad Mädchen" bezeichnete Teil-Raum? ... Ich könnte annehmen, daß er und der "Ruheraum" links den Bereich der Ambulanz bildeten. Irgendwo muß ja schließlich ein Behandlungszimmer gewesen sein. Außerdem muß es einen Bereitschaftsdienstraum gegeben haben, in dem die jeweilige Aufsichtsperson ihren Bereich hatte.

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Hanse

Anmerkungen & Fragen:

Der Kellerzugang vom Internatshof (an der Hanse) wird (u.a.) wohl zum Heizungskeller geführt haben. Wohin gelangte man hierüber außerdem? 

1988 war Herr Ahlvers (zuvor zeitweise unterstützt von seiner Frau) Heimleiter = "Erzieher" in der Hanse. Welche Räumlichkeiten genau bildeten seine / ihre Erzieherwohnung? Vermutlich war es  (bzw. gehörte dazu) der vergrößerte Raum mit Waschbecken vorne auf der linken Flurseite (?).

Wo genau befand sich die Küche der Hanse (muß irgendwo mittig auf der rechten Seite gewesen sein)?

Stimmt die Zuordnung der beiden WCs zum Raum?

Gab es Zimmernumerierungen / -bezeichnungen in der Hanse? ... Auf den Türrahmen war nichts dergleichen zu erkennen.

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Unterer Flur Oberstufe & Wohnung Karl Lange

Anmerkungen:

Hier weiß ich logischerweise (noch) ziemlich gut bescheid, trotzdem sind Fehler natürlich nicht auszuschließen. 1985/86 hatte in den Räumen 37 und 39 Herr Dr. Lamperstorfer sein Büro & Bettgemach (39), Nachfolger war 1986/87 Herr Nassauer. Im letzten Schuljahr 1987/88 standen die Räumlichkeiten leer, wobei das Fenster in Nr. 39 Lächler und mir hin und wieder als Internatsaus- und wiedereinstieg nach Einsetzen der Nachtruhe diente.

Das Flurtelefon befand sich gleich links von Tür Nr. 44 an der Wand. Bis zum Abi '86 war Wolf-Jürgen K. Rekordtelefonist, wobei er den Hörer meist mit in sein direkt angrenzendes Zimmer (44) nahm, die Tür gegen die sich spannende Telefonstrippe schloß und so eine private Großraumtelefonzelle hatte.

Die so wirkende, kleine Terrasse im Gebäudewinkel zwischen Zi. 36 und Duschraum war eigentlich ein Überbleibsel des irgendwann vor meiner Zeit dort existierenden Gebäudeeingangs, der möglicherweise im Zuge der Übernahme des Bereichs vom NG-Schulverein zu einem Fenster umgemauert und damit geschlossen wurde.

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Übersicht Obergeschoß

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Friesenhaus & Erzieherwohnungen (Dieter Michael und ??)

Anmerkungen & Fragen:

Lange Jahre und bis 1986 wohnte in der Erzieherwohnung am Ende des Friesehhausflures die Heimleiter-Familie Brandt, wobei Volkmar Brandt ("Brandy") bis zum Schuljahr 1983/84 Heimleiter im Störtebeker (früher im EG gelegen, später oben) war. 1986 bis zu seinem Rauswurf residierte dann Herr Eser in den Räumlichkeiten, danach möglicherweise niemand mehr.

Die Zuordnungen "Dusche" und "WCs" im Friesenhaus bieten sich an, sind aber (bisher) nicht belegt. Wer kann aufklären und weiß evtl. auch die Aufteilung von WC-Kabinen (sowie deren Anzahl), Pissoir u.a..? Waschmaschine und Trockner wird es in diesen Räumlichkeiten doch sicher auch gegeben haben?!

Gab es im Friesenhaus eine Zimmernumerierung?

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Störtebeker

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Oberer Flur Oberstufe & Erzieher- / Lehrerwohnung (Noltus)

Anmerkungen:

Bis auf den Hauptbereich der Wohnung Noltus kenne ich die topographischen Dimensionen und Verhältnisse natürlich auch hier bestens.

Das separate Schüler(einzel)zimmer der Oberstufe jenseits der Treppe rechts bewohnte bis zum Abi '88 Martin G., der abends regelmäßig als Nachhausetelefonierer am auf dem Tisch neben seinem Zimmer befindlichen Flurtelefon anzutreffen war.