Ruinenschätze

Bevor die Internatsruine am Abend des 13. Mai 2009 in Flammen aufging und damit etliche über all die Jahre auf Rettung gewartet habenden Dokumente und papierne Zeitzeugen der Internatsgeschichte, die u.a. auf dem Dachboden über der Michael'schen Wohnung lagerten, unentdeckt verlorengingen, konnte Herr Christian Wolff aus Ahlen, der sich ob seiner Wertschätzung gegenüber dem alten Internatsgebäude und seines Engagements zum Thema (als nicht-ehemaliger Internatler) den Titel "Internatsschüler ehrenhalber" aus meiner Sicht redlich verdient hätte, immerhin und überaus dankenswerterweise einen respektablen Teil jenes 'Internatsschatzes' sicherstellen und so vor dem flammenden Inferno und damit vor dem Vergessenwerden bewahren.

Hier nun einige 'Exponate' aus seinem Bestand (1958 - 1988).

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Deutscharbeitsheft von Angelika Pankalla, Schülerin der Klasse 7 des "Nordsee-Gymnasiums", mit einer Arbeit vom 5. Februar 1958:

Jenseits der harten Note Fünf ist Angelikas Werk auf jeden Fall eine interessante Beschreibung eines längst vergangenen Anreiseprozederes von Hamburg bis vor die Schultüre auf Langeoog. ... Haben etwa die herzlichen Grüße den Sachbericht als solchen verdorben?

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Blanko-Zeugnis der Realschule:

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Die "finanziellen Vertragsbedingungen" der Realschule aus den 1970ern, als Harry Pladies, dessen Unterschrift auf diesem Blatt übrigens original-handschriftlich ist, Schulleiter war:

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Briefumschlag mit dem noch aus den 1950ern / 1960ern stammenden Logo des "Nordsee-Gymnasiums" Langeoog:

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Undatiertes Orientierungs- und Merkblatt zum Thema Internats-"Verweis":

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Angebotsblatt zum Sommerfest von Realschule & Gymnasium 1981:

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Zu Ruinenzeiten munkelte man, daß auf dem Internatsdachboden noch komplette Belegungslisten zu finden seien. ... Ganz recht!! Hier eine Schülerauflistung zur Mitte des Schuljahres 1981/82:

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Informationsblatt zu "weiteren Erzieheraufgaben" von 1982. Daß Herr Eser mal ein überaus 'hohes Tier' im Internatsgefüge - nämlich Internatsleiter - war, erschloß sich mir erst 20 Jahre nach Institutionsschließung. Ich lernte ihn 1988 lediglich als mehr oder weniger lautlos über die Oberstufenflure 'schleichende' Vertretungsaufsicht kennen, wenn Frau Noltus ihren freien Tag hatte.

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