Diverses '88

Ich weiß nicht (mehr), von wann genau diese überaus spaßige, originelle 'Postkarte' ist, aber es dürfte 1987/88 gewesen sein. Auch erinnere ich mich nicht mehr an die Bezugsquelle. ...

... Was ich allerdings sehr wohl weiß, ist, wer das Photo des 'Briefmarkenmotivs' geschossen hat und wer da aus der Langeooger Mülltonne 'quillt': Photograph war Pilch und der 'moderne Oscar aus der Mülltonne' ist Spätzle  . Location müßte die Ecke Kirch- und Friesenstraße gewesen sein, mit dem Internatsfirst rechts im Hintergrund.

Das Photo in höherer Auflösung:

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Während meines letzten Schuljahres fand ich es offenbar hin und wieder angebracht, konkret erwarteten oder rein potentiellen Zimmergästen meine Verfügbarkeit(sbereitschaft) in Form von außen an die Zimmertüre geklebten Kurznachrichten mitzuteilen:

     

(Dieses Gebotsblatt fand Verwendung während meiner 1988er Abiturvorbereitungen.)

  

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Hier die Abschrift eines Briefes an Hans vom 18. April 1988, verfaßt während der Arbeitsstunde am Strand:

Zum erwähnten 'Jahrestagsbrief': Am 16.12.1986 schrieben Hans und ich uns gegenseitig einen Brief, mit der Vorgabe, ihn erst in genau einem Jahr zu lesen. In diesem Brief verliehen wir Gedanken über die aktuelle Situation Ausdruck und schauten in die Zukunft, in genau der wir uns dann beim Öffnen des Briefes befinden würden. Die beiden Briefe schickten wir uns gegenseitig ein Jahr nach ihrem Anfertigen per Post.

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Mein letzter Stundenplan (1988) in einer Freihandversion:

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Guthmanns Bescheid meiner Ergebnisse des schriftlichen Abis 1988 und der weiteren offiziellen ... Konsequenzen. Da ich mich zum Zeitpunkt des Schreibens gerade in der zeitweiligen, selbst verschuldeten Verbannung in die Heimat befand - nachdem ... aber das an anderer Stelle - wurde ich zunächst fernmündlich informiert.

Die Physikprüfung bei Herrn Hashagen bestand ich dann am Morgen des 31. Mai 1988 (Dienstag) mit 09 Punkten, was ich allerdings erst - konkret in Zahlen und eher zufällig - abends erfuhr. ... Endlich geschafft!! ... Give me five!!!!!

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Zwei Dokumente zum Finale des letzten Inselabiturs 1988, der mündlichen Prüfung (30.05. - 03.06.1988):

Beide Souvenirs pinnte ich natürlich erst nach Ablauf ihrer Relevanz vom 'Schwarzen Brett'!! ... Normal.

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Und hier nun die Abschlußtrophäe meiner Schul- und Internatszeit, das Inselabiturzeugnis, erhalten auf der letzten Abi-Feier des Gymnasiums Langeoog am 04. Juni '88 aus den Händen des Herrn Guthmann:

Am Ende der Seite Vier die abschließende Gültigkeitserteilung durch die Unterschriften von Oberprüfer Hinz und vom scheidenden Schulleiter Guthmann, dazu das amtliche 'Siegel':

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Die Abschiedspost des Gymnasiums Langeoog an mich, fünf Tage, nachdem ich die Insel verlassen hatte. Etwas mehr als einen Monat später gingen beim Realschulverein sämtliche Lichter aus ...

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Es folgen vier Schreiben, die das doch recht turbulente Ende von Realschulverein und Internat Langeoog dokumentieren. Die ersten drei stammen aus dem Besitz von Gaby Frings.

Wenige Tage nach Abreise der '88er Abiturienten erreichte die verbliebenen Schülerjahrgänge zunächst folgende, scheinbar frohe Botschaft des Vereins, ...

... in Wahrheit der letzte Notruf vor dem finanziellen Nullinien-EKG.

Es ist vorbei!! ... Telegramm an die sicher aus allen Wolken gefallene Schüler- / Elternschaft, drei Tage (!) vor Anreise aus den Sommerferien:

Die unerbittliche Realität, drei Tage später in erklärende Worte gefaßt:

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Benachrichtigung des Amtsgerichtes Wittmund über das Konkursverfahren des Realschulvereins:

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Im Herbst des Jahres 1988 erreichte mich folgendes Rundschreiben, in dem die Gründung eines Ehemaligenvereins angekündigt wird, der separativ die ehemaligen Internatsschüler des Gymnasiums Langeoog zusammenzufassen angedacht war:

Ob die Aktivitäten des 'Vereins' je über die Beitragserhebung hinausgingen, kann ich nicht sagen. Ich habe nie wieder etwas von ihm oder über ihn gehört ... Mag sein, daß ich durch meinen Nichtbeitritt von der Informationskette abgeschnitten war ...?! ... Unwahrscheinlich. Trotzdem: 'Netter Versuch!', wie man heute sagen würde.

Die Idee eines Grab- oder vielleicht besser Gedenksteines gefällt mir jedenfalls recht gut, besonders jetzt, wo den Erinnerungen an das alte Internatsgebäude nunmehr kein tastbarer Ort erhalten geblieben ist. ...

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