Diverses '87

Elternbrief zum Abitur 1987:

Der 06. Februar, Tag des schriftlichen Mathe-Abiturs - von Hans und mir im Vorfeld als "Stichtag" bezeichnet und mit einem 'Lesezeichen' im Kalender markiert - war ein rabenschwarzer Tag für alle Mathematik-LK-Prüflinge - vielleicht mit Ausnahme von Jan Mähl. Hinter ihm waren Hans und ich mit jeweils ganzen 02 Punkten (!!) bereits die Zweitbesten. ... Die übrigen Zwei (oder Drei?) hatten die (Bond'sche) 'Lizenz zum Töten', nämlich die Doppelnull.

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Brief meiner Mutter an mich, wenige Wochen vor dem schriftlichen Abitur:

Der Inhaltstext lautete: "Lieber Saschi, anbei DM 50.- , falls Du doch mit dem Zug kommen mußt. Wollen abwarten wie das Wetter am Wochenende ist. Lern fleißig. Grüße Deine Mama"

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Am 21. Mai 1987 wurden die Noten des schriftlichen Abiturs 1987 schließlich in Guthmanns Büro in Einzelaudienzen bekanntgegeben und man bekam ein entsprechendes Dokument mit auf den Weg. Hier das meine:

Zu den Ergebnissen: 02 Punkte in Mathe war mit gewissem Abstand das schlechteste Klausurergebnis meiner gesamten Langeooger Mathematikkarriere und führte dazu, daß ich mich Anfang Juni dann zwei mündlichen Prüfungen zu unterziehen hatte; neben Physik wegen der Diskrepanz zwischen Zeugnisnote und Abiturnote eben auch Mathe. Das Englischergebnis war erwartungskonform, ebenso der eine Punkt (!) in Erdkunde ... Ich hatte nie einen Zugang zur Schul-Erdkunde gefunden (auch schon auf meinem alten Gymnasium nicht), war aber 'gezwungen', mir das Fach aus kurskonstellatorischen Gründen als drittes Prüfungsfach aufzuhalsen.

Aber auch, wenn die schriftliche Punktausbeute wahrlich alles andere als rosig ausfiel, so war das Abi '87 für mich trotzdem noch durchaus machbar.

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Die Angebotsliste zur "Projektwoche" (auch "Projewo" genannt) 1987, an deren konkrete Durchführung ich mich seltsamerweise nicht erinnern kann ... Entweder fand sie schlicht nicht statt oder ich hatte mich geflissentlich über sie hinweggesetzt.

... Es waren ja durchaus spannende Themen dazwischen, weshalb ich es heutzutage schwer verständlich finde, daß ich damals keiner Alternative zu Punkt 7 eine Chance zu geben bereit schien.

Falls die Projektwoche stattfand, würde mich interessieren, ob Punkt 11 angegangen wurde und wenn ja, was daraus entstand ...

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Terminkalender für das Schuljahr 1987/88:

Am Ende der Sommerferien war es dann definitiv vorbei und Internat & Schulen schlossen ihre Pforten ... 

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Elternbrief aus dem letzten Internats- und Schuljahr (1987/88):

Also, bei einer Klassenfahrt unter der Ägide von Frau Heidekrüger wäre ich wirklich sehr gerne dabeigewesen! ... Ob es nach Paris gegangen war?

Gab es sie also doch, die Klassen- oder - 'eleganter' ausgedrückt - Studienfahrt nach Rom?! ... Ich weiß, daß sie geplant war, aber nichts über ihre tatsächliche Durchführung. ... Jedenfalls steckt in den Terminen ein Tippfehler, denn ich glaube nicht, daß die 'ewige Stadt' innerhalb von flüchtigen 24 Stunden zu bereisen und im selben Atemzug noch zu erschließen ist!

 

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... Also, an offiziellen Animationsprogrammen zur Freizeitgestaltung fehlte es wohl nicht, wie man sieht.

"Auf der Nordseeinsel Langeoog zur Schule gehen!" - Während das 'Motto' vor einigen Jahren noch schlicht hieß: "Auf Langeoog zur Schule gehen!", ist es so noch attraktiver geworden. ... Trotzdem waren die Anmeldungen (stark) rückläufig; in der Oberstufe beispielsweise hatten wir im letzten Jahr so gut wie jeder ein Einzelzimmer!

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Meine mit viel vorauseilender Genugtuung im November 1987 erstellte Tagesstrichliste der mir verbleibenden Internatszeit, incl. Ferientage (gelb unterlegt) und anderer damals offenbar relevanter (und je nachdem 'historischer') Daten:

Die Streichung des jeweiligen Tages (ebenso wie das Reißen des entsprechenden Kalenderblattes) gehörte für mich fest zum Alltagsprozedere ... wie Zähneputzen und Haarewaschen.  Ich glaube, man kann dem obigen 'Gesamtwerk' entnehmen, wie sehr ich damals dem Internatsende und dem endgültigen Institutionsabschied entgegenstrebte ... wobei ich gleichzeitig spätestens nach dem schriftlichen Abi '88 die mir verbleibende Inselzeit als einmalig und unwiederbringlich wertschätzte. - Es ging beides zur selben Zeit.

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