Schulneubau "Nordsee-Gymnasium" 1968

Zeitzeugen nach war das alte, in den frühen 1950er Jahren angemietete Schulgebäude des vormaligen (und ab 1970 dann wieder nachmaligen) Hotels "Germania" ein ... recht maroder Kasten, der letztlich gar Abrißreife besessen haben soll.

Nachdem im Mai 1963 die volle staatliche Anerkennung (incl. Abitur im eigenen Hause) erreicht war, konnte man sich nun intensiver mit dem "notwendigen baulichen Ausbau" der Schule befassen. Bereits im Oktober 1964 existieren von Schülern geschaffene Entwürfe zum angestrebten NG-Neubau, welcher offenbar ursprünglich auf dem Internatsgelände zur Friesenstraße (zwischen Mitteltrakt und Inselschule) umzusetzen angedacht war. 1968 ist es dann schließlich soweit: Auf dem bislang als Sportplatz genutzten Areal südlich des Ringschloots erfolgt im Beisein von Architekt Kreytenberg, Direktor Dr. Roßbach und seines Vorgängers Dr. Schaar am 02. März die Grundsteinlegung, während welcher eine Metallkapsel mit der Urkunde, einem Exemplar des zeitgenössischen Schulprospekts, einem 5-DM-Stück u.a. beigefügt wird.

Die festliche Einweihung des Hauses findet am 01. November 1968 statt, nachdem der Umzug des "Nordsee-Gymnasiums" bereits zum Beginn des neuen Schuljahres Anfang August erfolgt war (Aufnahme des Unterrichts am 20. August).

Hier nun einige Dokumente zum Schulneubau.

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Brief des mit dem Bau betrauten Architekten Ernst Kreytenberg:

Anmerkungen: Herr Kreytenberg war seit 1962 Mitglied des Schulvorstandes. Sein Sohn Winfried "Wiek" Kreytenberg (NG-Abi '65) kam 1969 während eines wissenschaftlichen Tauchgangs vor Helgoland ums Leben.

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Skizze des Architekten zum projektierten Schulgebäude von 1965:

Anmerkungen: Wie man sieht, wich das Bau- und Aufteilungskonzept zu diesem Zeitpunkt noch ein ganzes Stück weit von der finalen Planung ab. In der realisierten Version wurde den Schülern dann zwar kein "freier Ausblick" gen Westen bis zum Flinthörn gewährt, dafür aber die beschauliche Wäldchenansicht nach Süden. Das zwischen Speisesaal (final an Position "1") und Haupteingangsbereich (final an Position "4" auf der Gebäuderückseite) umgesetzte, kleine "Atrium" war zu meiner Zeit ein reichlich nutzloser Innenhof, dessen einzig erkennbarer Sinn im Tageslichteinlaß lag und in dem sich zeitweise einige Zwergkaninchen (und Meerschweinchen) tummelten.

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Eine Finanzierungsstrategie 1965 (s/w-Kopie):

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s/w-Kopie eines Spendenaufrufs des NG zur Finanzierung des Schulneubaus, ca. 1965/66:

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Lagebericht des 1. Vorsitzenden des Schulvereins, Dr. Gnekow, von Ende 1965:

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Beitrag in der Schülerzeitung "Die Mole" Nr. 21 von Ostern 1968 zum laufenden Bau:

Anmerkungen: Man beachte den sehr selten photodokumentierten Bauzustand der Realschule im Hintergrund: Während die beiden anderen Gebäudeflügel noch eingeschossig sind, wurde der nördliche bereits aufgestockt.

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Korrespondenz von Oktober 1968 zwischen dem NG und Direktor Schubert des Internatsgymnasiums in Bad Sachsa aus Anlaß der Einweihung des neuen Schulgebäudes (entdeckt 2014 im Schularchiv letzterer Lehranstalt):

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Begleitschreiben von Direktor Dr. Roßbach zur Übersendung der Festschrift zum Schulneubau an die Ehemaligenschaft: 

Anmerkungen: "Bu" steht für Sekretärin Frl. Bubel.

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Die Festschrift (schul- und inselgeschichtliche Auszüge sowie das Lehrerverzeichnis):

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