Übersicht Gymnasium

Zentrum meines schulischen Wirkens, Leidens, Mißerfolges wie Erfolges ... und mitunter auch tatsächlichen Lernens auf Langeoog war natürlich das rot verklinkerte, dreiflügelige Gebäude des Gymnasiums am Abke-Jansen-Weg, in welchem ich mit Ausnahme von Chemie (drüben in der Realschule) und Sport (in der Turnhalle sowie - während der warmen Jahreszeit - hin und wieder auch auf dem Sportplatz am Ortsrand) meine vierschuljährige Unterrichtszeit verbrachte.

Hier nun eine Nutzungsübersicht des dreigeschossigen Bauwerks (Souterrain, Hochparterre und Obergeschoß) zu meiner Zeit:

(Mein provisorischer und mindestens in den Raumdimensionen ausdrücklich maßstabsungetreuer Plan des Hochparterre-Geschosses; die Raumfolgen und -zuordnungen hingegen stimmen. - Ein deutlich akkuraterer und detailreicherer Plan entsteht in Kürze.)

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Gebäudeeingänge

E1 = Haupteingang vom Schulhof. Vor dem morgendlichen Schulbeginn um 7:45 Uhr oder auch in den Pausen wurde die Haupteingangstreppe gerne von den Rauchern der Schülerschaft bevölkert, was ein Vorbeikommen nicht selten zum Durchmogeln werden ließ.

E2 = Seiteneingang mit Treppenhaus (T3) zum Mädchenheim "Freihoff".

E3 = Eingang zur Wohnung von Internatskoch Bernward Göbel.

Westlicher Flügel - Hochparterre

1 = Raum 1, während des ersten Schuljahres 1984/85 sozusagen mein Klassenraum. Hier hing auch das große, markant-bunte (Schüler-)Gemälde mit dem Motiv einer englischen Häuserzeile ... welches nebenbei bemerkt an anderer Stelle (und zwar am Abgang der Kellertreppe neben dem Haupteingang) nach wie vor im Schulgebäude zu bewundern ist.

2 = Raum 2, zeitgleich sozusagen Hans' Klassenraum während der Elften.

B = Der kleine Raum der Bibliothek.

L = Das Lehrerzimmer, in dem zumindest Herr Block einen festen Stammplatz (ganz links am Fenster, mit potentiellem Blick hinaus zum Schulhof) einnahm. Hatte man sich kurz zuvor eine oder mehrere Fehlstunden geleistet, zogen beim nächsten Schulgang natürlich die Fenster des Lehrerzimmers die bangen, verstohlenen Blicke des schuldbewußten Sünders auf sich und man war überaus erleichtert, wenn betreffender Lehrkörper gerade nicht anwesend oder eben unaufmerksam war, so daß man unbehelligt im Schulgebäude 'untertauchen' konnte. ... Es kam nämlich schon vor, daß ein Lehrer eines der Fenster öffnete und den erkannten säumigen Schüler heranzitierte.

4 = Raum 4, der kleinste Unterrichtsraum der Schule. Im vorhandenen Schrank waren Fernsehgerät und Videorecorder untergebracht, so daß er gleichzeitig auch sozusagen der 'Medienraum' war. 1986/87 hatten wir hier Mathe bei Ahlvers, noch mit Thomas K. und Carsten S..

Westlicher Flügel - Souterrain (bzw. Keller)

Unter Raum 4 und dem Lehrerzimmer befand sich (u.a.) der Kunstraum, vor dem eine kleine, zugehörige Materialienkammer lag, in der allerlei Krams abgelagert war. Eines Tages im Januar 1985 entdeckte ich dort das von 1958 stammende Buch "Königsberg in 144 Bildern", dessen Fund ich als damals großer Interessent Ostpreußens sensationell fand und welches ich geflissentlich mitgehen ließ ... es hätte eh niemand vermißt.

Südlicher Flügel - Hochparterre

5 = Raum 5. Hier fand 1987/88 der Hauptteil meiner Unterrichtszeiteinheiten statt: Mathe-LK, Englisch-LK, Religion und Gk, auch Französisch.

6 = Raum 6. Dieser Unterrichtsraum wurde 1987/88 vorwiegend von den 12ern genutzt.

S = Das Sekretariat von Frau Albers.

BG / BH = Ans Sekretariat schlossen sich Guthmanns Büro (BG) und ein kleineres Zimmer, Helmers Büro (BH) an. Guthmanns Büro war mit einem runden Tisch für Privataudienzen ausgestattet.

Südlicher Flügel - Souterrain (bzw. Keller)

Unter Raum 6 lag Herrn Hashagens Physikraum mit der rotbraun gefliesten, U-förmig-durchgehenden Tischreihe. An diesen schloß sich der Aufbewahrungsraum mit den fachbezüglichen Versuchsmaterialien und -apparaturen an.

Nordöstlicher Flügel - Hochparterre

A = Aufenthaltsraum für die niedrigeren Klassen, welcher sich durch Öffnen der großen Türe zum Foyer auch als dessen Erweiterung nutzen ließ (so geschehen z.B. zur Abi-Feier 1988).

7 = Raum 7 (mit Blick durch die Fenster zum nahgelegenen Haus "Ginsterdün"). Dort fanden 1987/88 Geschichte und der Mittwochskurs Französisch statt.

WC = Die Schülertoilette des Gymnasiums.

Wo = Eine Tür am Ende des Flurs trennte die dahinterliegende Treppe und den "Freihoff"-Eingang vom allgemeinen Schulbetrieb. Hier befanden sich die Wohnung von Herrn Göbel ... und ich glaube, (im OG?) auch die einer oder zweier unserer jugoslawischen Küchenkräfte.

Foyer

Das Foyer war das distributive Herzstück des Gebäudes. Von hier hatte man Zugang zu (fast) allen Gebäudebereichen der drei Geschosse, hier befand sich das Schwarze Brett (SB) und hier wartete man mitunter auf den Beginn folgenden Unterrichts oder andere schulische Prozesse, die halt noch auf sich warten ließen.

Zwei Treppen führten hinauf ins OG zum Mädcheninternat ... d.h. es war effektiv lediglich eine Treppe (T1); die zweite (T2) war zeit meiner vier Jahre unpassierbar, da aus irgendwelchen Gründen von ein paar Glasscheiben zu einer Art Vitrine gefaßt. In dieser 'Vitrine' befand sich mindestens bis zur Abi-Feier 1988 eine dickbäuchig-unförmige, weiße, hohle und von einem inneren Metallgerüst gestützte Gipsfigur, welche auf einem ebenfalls miteingegipsten Stuhl sitzend arrangiert war und, mit einer Hand eine Flasche zum Schluck ansetzend, einen Säufer darstellte. Diese Figur entstand während einer Projektwoche vor den Ferien unter Aufsicht von Herrn Wierzenko und wurde von mir (als einzugipsendes Lebendmodell) zusammen mit Iris V. und einer Internatsschülerin angefertigt. Udo war seinerzeit in einer weiteren Kleingruppe, in der man damit beschäftigt war, eine zweite Gipsfigur - sozusagen als Ergänzungswerk - zu schaffen. Doch aus jener zweiten Figur, die so konzipiert werden sollte, daß sie von der Decke herabhing, wurde letztlich dann aber nichts, da sie einmal (wohl irreparabel) zu Boden fiel und als lädierte Kreativleiche anschließend im Kunstraum verblieb. - Zur Abrundung wurde unserer Säuferfigur im 'Schaukasten' dann irgendwann später von (mir) unbekannt noch ein schwarzer Zylinder aufgesetzt.

Unter T2 führte die Kellertreppe ins Souterrain, wo sich u.a. Herrn Rübesams 'Reich', der Kunstraum und der Physikraum befanden.

Obergeschoß

Das Obergeschoß des Gymnasialgebäudes diente in den Heimen "Wiking" und "Freihoff" der kompletten weiblichen Internatsschülerschaft (Klassen 5 bis 13) als Wohnstatt.